Flöhe beim Haustier – So beugen Sie vor

Es juckt, es kratzt, es beisst…. Flöhe sind wahre Plagegeister.

Flöhe und ihre Entwicklung

Flöhe sind Insekten, besitzen jedoch anstelle von Flügeln kräftige lange Sprungbeine. Ihr nur wenige Millimeter großer Körper ist seitlich abgeflacht. Die Nahrung besteht beim erwachsenen Floh ausschließlich aus Blut. Auf Hund und Katze findet sich zumeist der „Katzenfloh“, der einen relativ komplizierten Entwicklungszyklus durchläuft. Ein einziges Flohweibchen produziert täglich etwa 30 Eier, im Schnitt bis ca. 3.000 Eier im Verlauf eines Flohlebens. Der Zyklus führt über Ei, Larve und Puppe zum erwachsenen Floh. Dieser kann mehrere Monate leben, die meiste Zeit verbringt er dabei nicht auf den Wirtstieren, sondern in deren Umwelt. Beste Bedingungen für die Flohvermehrung sind dort Wärme (=starke Vermehrung in den Sommermonaten!), Feuchtigkeit, Fasern (Teppiche und Polstermöbel) und natürlich die Anwesenheit geeigneter Wirte (Säugetiere). Die Eier der Flöhe können ebenfalls einige Monate bei nicht optimalen Bedingungen überleben und sich dann erst später weiterentwickeln!

Wie kommen Flöhe auf Ihr Tier

Andere Hunde und Katzen, Wildtiere wie Kaninchen, Igel oder auch Vögel bilden ein natürliches Reservoir für Flöhe. Von diesen Tieren können Flöhe dann auf vorbeilaufende Hunde und Katzen springen und zu Ihnen nach Hause gelangen.

Wie belastet der Floh Ihr Tier

Nach jedem Flohbiss rötet sich die Haut durch den übertragenen Flohspeichel und starker Juckreiz stellt sich ein. Bei einem Flohbefall fühlt sich Ihr Tier nicht nur unwohl, sondern muss sich auch häufig kratzen. Durch den Saugakt kann bei massivem Befall sogar eine Blutarmut (Anämie) beim Wirt entstehen. Auch können Allergien ausgelöst werden und Bandwürmer oder Hautpilze übertragen. Im Einzelfall können Flöhe natürlich auch bei Menschen Blut saugen. Man erkennt dies an kleinen juckenden Hautrötungen, zumeist an den Beinen.

Bekämpfung und Prophylaxe von Flöhen

Wenn Sie auf einem Ihrer Tiere einen Floh entdeckt haben sollten, ist es meist nicht allein damit getan, diesen zu entfernen. Ein erwachsener Floh sitzt nur sehr selten auf einem Wirtstier, nämlich für seine Blut- „Mahlzeit“. Ansonsten sitzt er in der näheren Umgebung seines Wirtes. Daher ist es von vorrangiger Bedeutung, dass diese von allen Flohstadien befreit wird. Dieses erreichen Sie, indem Sie zu Hause:

  • alle Decken und Bezüge auf denen sich Ihr Tier gerne aufhält so heiß wie möglich (>70°C) waschen (oder evtl. einfrieren)
  • alle Lieblingsplätze gründlich mit normalen Haushaltsreinigern (ab-) wischen und
  • alles was nicht zu wischen ist, mehrfach staubsaugen. Wichtig dabei: den Staubsaugerbeutel jeweils sofort aus der Wohnung entfernen!
  • denken Sie gegebenenfalls auch an die Reinigung ihres Autos in dem ein von Flöhen befallenes Tier transportiert wurde.

 

Wiederholen Sie all diese Maßnahmen unbedingt mindestens einmal nach 2 Wochen. Bei einer geringen Belastung mit Flöhen reichen diese Maßnahmen in der Regel aus. Gegebenenfalls muss man aber auch die Umgebung einer Behandlung mit Flohmitteln unterziehen (Sprays oder Vernebler, so genannte „Fogger“).

Damit erwachsene Flöhe nicht mehr Ihren Liebling belästigen und auch keine weiteren Eier legen, muss man diese umgehend abtöten. Am schnellsten und einfachsten erreicht man dies heutzutage mit modernen Mitteln, die nur einmal im Monat einfach auf die Haut des Tieres im Nacken aufgeträufelt werden müssen. In einem Haushalt mit mehreren Säugetieren (Hunden und Katzen) ist es extrem wichtig, dass ALLE Tiere gegen Flöhe behandelt werden!

In der Regel reicht es aus, Ihr Tier in den warmen Monaten des Jahres prophylaktisch zu schützen. Bei echten Floh-Allergikern ist es jedoch wichtig den Schutz das ganze Jahr hindurch zu gewährleisten, denn nur ein einziger Biss kann eine erneute starke allergische Reaktion auslösen.

Allgemeines zur Anwendung von Flohbekämpfungsmitteln

Bei allen Floh- und Zeckenmitteln gilt es, übermäßigen Kontakt mit der Haut zu vermeiden; nach dem Auftragen von Mitteln also gründlich die Hände waschen. Augen- und Schleimhautkontakt sollte vermieden werden. Bei unbeabsichtigtem Augenkontakt sollten die Augen sorgfältig mit Wasser ausgespült werden. Bei allen Haut- und Augenreizungen sowie unbeabsichtigtem Verschlucken sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kinder und Säuglinge sollten besonders von Halsbändern und Pipetten ferngehalten werden. Alle Medikamente sind apotheken- oder Verschreibungspflichtig!

Wenn Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns!

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