Tierleben retten – Blut spenden

Bevor Sie diesen Text lesen möchten wir Sie um eines bitten. Überfliegen Sie diesen Text nicht. Es könnte sich um Ihr Tier handeln welches auf Spender Blut angewiesen ist.

Eine Blutspende ist kostenlos für den Spender

Um es vorweg zu sagen. Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihren Hund oder Ihre Katze zur Blutspende anzumelden entstehen Ihnen keine Kosten. 

Warum sollten Sie bzw. Ihr Tier Blut spenden?

Blut spenden rettet Leben – Vielleicht sogar einmal das Leben Ihres eigenen Tieres.

Welche Tiere können Blut spenden?

Bei uns können sowohl Hunde, als auch Katzen Blut spenden.

Hunde

Jeder gesunde Hund kann Blut spenden, wenn er

  • zwischen einem und zehn Jahren alt ist
  • ein Minimalgewicht von 20 Kilogramm aufweist
  • geimpft und entwurmt ist,
  • nicht im südlichen Ausland war
  • nie selber eine Blutspende erhalten hat
  • keine Medikamente bekommt,

damit wir mögliche Risiken bei einer Transfusion für ihr Tier und das Empfängertier direkt minimieren können.

Katzen

Ihre Katze eignet sich zur Blutspende, wenn sie

  • kein Freigänger ist/ keinen Kontakt zu Freigängern hat
  • nicht weniger als vier Kilogramm wiegt
  • geimpft und entwurmt ist
  • selbst noch keine Bluttransfusion erhalten hat
  • nicht älter als acht Jahre ist
  • aktuell keine Medikamente bekommt

Damit Ihre Katze Blutspenden kann, muss sie eine leichte Sedation erhalten.

Wie häufig darf mein Tier Blut spenden?

Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden darf 60 Tage nicht unterschreiten. Besser ist es, ein Abstand von drei Monaten einzuhalten.

Nach einer Impfung sollte ihr Tier frühestens nach 3 Wochen Blut spenden.

Wie lange dauert eine Blutspende?

Die Zeit, die sie für eine Blutspende einplanen müssen, ist stark davon abhängig, ob sie für einen bestimmten Patienten spenden und ob es sich um einen Hund oder eine Katze handelt.
Wenn sie für einen bestimmten Patienten spenden, wird Ihrem Tier vor der Blutspende zunächst nur wenig Blut entnommen, um die Blutgruppe zu bestimmen und um festzustellen, ob das Blut Ihres Tieres zu dem Blut des Empfängertieres passt. Erst dann wird bei Ihrem Tier Blut entnommen.

Sie sollten also ca. 1 Stunde Zeit mitbringen.
Bei einer routinemäßigen Spende sollten Sie für einen Hund circa 30 Minuten einplanen.

Handelt es sich um eine Katze, wird die Blutspende unter einer leichten Narkose durchgeführt. Um diese Narkose unter optimalen Sicherheits- und Hygienebedingungen durchführen zu können, wird die Blutspende in unserer chirurgischen Abteilung durchgeführt.

Deshalb können Sie leider nicht dabei sein. Nach der Blutentnahme raten wir zudem dringend dazu, die Aufwachphase von uns überwachen zu lassen! Aus diesem Grund dauert es circa 2-3 Stunden, bis Sie das Tier wieder mit nach Hause nehmen können. Zudem kann man Katzenblut nicht lagen, weshalb es sich immer um Spenden für einen Notfallpatienten handelt.

Welche Nebenwirkungen sind bei einer Blutspende für den Spender bekannt?

Da den Tieren nur eine definierte Blutmenge entnommen wird, die sich nach dem Körpergewicht richtet, ist mit keinen gefährlichen Nebenwirkungen zu rechnen. Das Tier kann aber an dem Entnahmetag etwas schlapp und müde sein und sollte deshalb nicht mehr stark gefordert werden.

Welche Vorteile habe ich, wenn mein Tier Blut spendet?

Der Vorteil, den Ihr Tier als Blutspender hat, ist, dass Sie die Blutgruppe Ihres Tieres kennen und ihm so im Notfall schneller geholfen werden kann. Außerdem erhalten Blutspender bei uns nach jeder Spende ein Dankeschön-Präsent.
Zudem ist es sicher gut zu wissen, einem anderen Tier in Not geholfen zu haben.

In welchen Situationen wird das Spenderblut der Tier gebraucht?

Die Einsatzmöglichkeiten für Bluttransfusionen bei Tieren sind vielfältig.
Dazu gehört ein starker Blutverlust durch Unfälle oder ähnliches und verschiedene Erkrankungen, die zu einer Blutarmut oder Blutgerinnungsstörungen führen.

Wie ist der genaue Ablauf der Blutspende?

Zunächst wird bei Ihrem Tier eine klinische Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob das Tier gesund ist und Blut spenden kann.
Bei Hunden wird anschließend entweder im Liegen oder Stehen Blut an der Halsvene entnommen. Dafür muss der Bereich geschoren und desinfiziert werden.
Bei Katzen wird das Blut unter einer leichten Narkose ebenfalls an der Halsvene entnommen. Auch hier muss der Bereich dafür geschoren und desinfiziert werden.

Wo wird das Blut aufgewahrt?

Direkt bei uns in der Kleintierlklinik Menzel. Wir haben dazu einen medizinischen „Kühlschrank“, in dem das Blut der Tiere sorgfältig beschriftet aufbewahrt wird. So können wir im Notfall zügig die richtige Blutspende auswählen und Leben retten.

Ich habe so wenig Zeit dafür!

Nun, das können wir leider nicht ändern. Blut zu spenden ist kein Muss. Was wir besonders an Tierbesitzern schätzen ist die große Solidarität untereinander und das wirkliche helfen wollen. Daher möchten wir Sie an dieser Stelle auch nur einladen, etwas Gutes zu tun. Ihr persönlicher Aufwand und Einsatz ist der Faktor Zeit.

Ihr Gewinn ist die Gewissheit, damit vielleicht dem nächsten Unfallopfer, welches in der Klinik notoperiert wird durch Ihren Einsatz das Leben zu retten. Das fühlt sich gut an!